Die ersten Barsche

Die ersten Barsche

Bin heute sehr früh in Högsby am Emån unterwegs.

Der Emån ist vor allem wegen Forelle und Meerforelle bekannt. Allerdings kommen diese Salmos nur selten so weit den klaren Fluss herauf.

Direkt am Wohnmobil Stellplatz geht ein schöner Weg entlang. Ohne langen Kescher kann es schwierig werden, einen großen Fisch zu landen.

An der zweiten Stelle probiere ich wieder meinen Wunderspinner und bin direkt am Ufer erfolgreich.

Nach einem Hänger prüfe ich den Köder und kann beobachten, wie sich ein Fisch meinen Köder schnappt.

Der erste Barsch meines Lebens… für viele Angler eher lästig, freue ich mich sehr.

Mein erster Barsch

Der Kleine wird schnell vom Haken gelöst und schwimmt davon.

4 Würfe später der nächste Stachelfreund.

Diesmal führe ich den Spinner direkt entlang der Uferkannte… Zack, der Nächste. Diesmal etwas größer.

Nummer 2

Ich würde wetten, ich hätte weitere Freunde im Akkord Angeln können.

Aber zurück in den Camper… Meine Frau wartet.

So long vom Emån. Fische gibt es in Schweden!!

Ein Wurf ein Hecht

Ein Wurf ein Hecht

Nach allen Lehr-Erfahrungen …. meist ohne Fisch oder Biss, heute mal ein kleines Angler Glück.

In Högsby am Forellen-Fluss Emån mache ich einen Wurf und Zack, der nächste kleine Hecht am Spinner!

Der nächste Hechtli

Danach allerdings wieder Zappadusta.

Die ersten Hechte

Die ersten Hechte

An der Ostseeküste Schwedens werde ich erstmals den ersten meiner 3 Zielfische in meinen Händen halten.

8 km östlich von Ystad fange ich einen kleinen Hecht mit einem kleinen Spinner. Eigentlich ist dort Forelle angesagt. Sehr schöner grüner Hecht… der Haken ließ sich gut lösen… mit seinen ca. 25 cm soll er viele gute Jahre haben.

Hübscher kleiner Hecht

Beim Schleppangeln im See Ivösjöns fange ich dann einen ca. 45 cm großen Hecht mit einem 20cm Gummi Fisch. Leider löst sich der Angstdrilling vom Wirbel. Ich hatte vorher einen massiven Hänger mit diesem Köder und hatte diesen nach dem Lösen nicht kontrolliert. Ich versuche noch den Haken zu lösen, aber leider klappt das nicht so schnell, obwohl ich alles griffbereit habe. Der Fisch springt mir dabei aus der Hand vom Boot ins Wasser. Im Nachhinein hätte ich ihn besser betäubt und verwertet. Ich glaube, von solchen Erlebnissen berichtet kein Angler gerne. Dieses Erlebnis beschäftigt mich noch länger. Auch das gehört zur Lehrzeit.

Abends ziehe ich eine Forelle an den Steg…. ca. 25 cm… kann eine Meerforelle gewesen sein. Kurz vorm Lösen springt der Spinner Haken und befreit die Kleine… Da ich sie nicht in den Händen hielt, zählt die Forelle natürlich nicht. Aber mein erster Salmonidenbiss!!

3 Tage am Åsnen See bringen nichts, ausser schöne Sonnenuntergänge.

Zanderlehrling am Main

Zanderlehrling am Main

Heute geht es an den Main …. ich habe am Altarm in Steinheim bereits meinen Schlauch-Kayak mit Segel und Außenborder ausprobiert .
Hier steht man in Konkurrenz mit Kormoranen …. ein Zeichen für ein gewisses Vorhandensein an Fisch 🙂

Der Altarm bei Steinheim wird von diversen Fischen zur Aufzucht genutzt, daher wird dieser Bereich zeitweise vor menschlichen Anglern geschützt. Doch die Schonzeit ist nun auch vorüber.
Leider geht direkt darüber eine Autobahn bzw. eine mächtige Brücke, die den Natureindruck negativ beeinflusst.

Ich hoffe heute an der Strömungskante Altarm/Main erfolgreich zu sein (siehe Markierung in der Karte).

Main/Altarm bei Steinheim, Quelle Google-Maps

Mein Plan: Grundangel mit Wurm auf alle potentiellen Interessenten und natürlich auf meinen eigentlichen Zielfisch: Ich möchte das an der Elbe Gelernte nun an meinem Heimatgewässer (ich komme ursprünglich aus Seligenstadt am Main) umsetzen und mit variabler Faulenzermethode und Gummifisch auf Zander gehen.
Bin gespannt, ob der Platz frei ist und ob mein Plan aufgeht!

Fazit:

Der Angelspot ist nicht schlecht. Die Autobahn ist eigentlich nicht zu hören/spüren. Allerdings ist der Laufweg nicht unerheblich … vom Parkplatz läuft man mit Ausrüstung locker 10-15 Minuten.

Mündung Altarm Steinheim/Main

Dafür ist man aber auch relativ ungestört. In den 4 Stunden vor Ort habe ich nicht viele Menschen/Mitangler getroffen.

Der Main hatte leichtes Hochwasser, das Wasser war recht schlammig/trübe.
Im Bereich des Altarms habe ich mit Tauwurm auf Grund geangelt: Ausbeute: 2 Tauwürmer – kein Fisch.

An der Mündung/Strömungskante: 4 Stunden intensiv mit verschiedenen teilweise optisch auffälligen Gummis aktiv gefaulenzt und auch mal geWobbled – kein Biss.
Ich habe einen guten Gummifisch durch Hänger verloren, eine fremde Angelschnur aus dem Wasser gezogen und dann den Platz ein wenig aufgeräumt.
Ein frecher Bieber kam vorbei und … ich habe einen schönen Sonnenuntergang erlebt.
Den einzigen Fisch, den ich gesehen habe, war der Hering in Tomatensoße, den ich verspeist habe.

Aber: Ich werde es nächste Woche noch einmal genau an dieser Stelle versuchen und hier wieder berichten!


Update 20. Juli 2021:

Wie angekündigt versuche ich es diese Woche noch einmal.
Wieder tolles Wetter und diesmal ganz alleine am Spot – nachmittags.

Fazit nach 2 Stunden: Diesmal mit Pose und Wurm: Mehrere Mini-Barsche beobachtet, wie sie sich meine Würmer geschnappt haben und am zu großen Haken gescheitert sind (die Kleinen verfolgen die Würmer bis ans Ufer und bis an die Oberfläche). Weiter draußen auf Grund aber kein Biss.

Zander: Alles versucht: Kompletten Bereich mit unterschiedlichen Methoden, Größen, Gewichten, Aktionen abgeworfen – kein Biss!
Aber einen schönen Tag am Wasser gehabt.
Etwas Frust macht sich auf dem Heimweg aber dann doch bemerkbar!

Mal sehen, wann ich meinen ersten Zander habe!

Der große Trip – Deutschland-Schweden

Der große Trip – Deutschland-Schweden

Nach der ersten Woche Angeltrip an Havel und Elbe, plane ich nun den gemeinsamen Partner-Sommerurlaub – nun als Neuangler – mit Hinblick auf geeignete Angelmöglichkeiten.

Da habe ich auch Schweden im Visier … ev. Forelle, auf alle Fälle soll ein Hecht dabei sein!

Zum Glück ist meine Frau absolut naturbegeistert …. mal sehen, ob ich sie auch fürs Angeln begeistern kann.
Die nächsten Berichte werden daher sowohl auf unserer Reise-Seite (www.reise-notizen.de, dem ältesten Reise-Blog Deutschlands) und hier auf zanderlehrling.de erscheinen.

Für technisch interessierte: Die Reise-HP läuft unter dem CMS Joomla! der Zanderlehrling mit WordPress.

Catfisch am Rio Napo, Ecuador

Videotagebuch Elbe / Havel

Videotagebuch Elbe / Havel

Die erste Woche Angeltrip an Elbe und Havel ist nun leider auch vorbei.
Zuletzt berichtete ich von der Havel …. am Tag 3 regnet es durchgängig aus Kübeln . Ich beschäftige mich mehr oder weniger sinnvoll mit Serien und freue mich auf Mario, der morgen früh dazu stoßen wird.

Tag 4: Mario kommt für 2 Tage dazu … wir angeln heute an der Havel mit Maden, Würmer und Gummi auf Aal, Friedfisch und Barsch.

Am Ende haben wir 2 Rotaugen und einen Barsch … gute Köderfische.

Köderfisch mit Draht am Kopf fixiert, großer Haken quer, mit Stinger/Angshaken versehen und mit Pose (musste zwei nehmen, da der Fisch zu schwer war) angeboten. Aber Zander und Hecht lassen sich nicht überlisten. Zumindest ist der Zanderlehrling kein Schneider mehr!

Für den Folgetag haben wir uns eine fette Runde mit dem Schlauchkayak ausgedacht. Von Havelberg geht es über den Havel-Kanal an die Elbe. Über die Elbe wieder in die Havel zurück nach Havelberg.

Hier soll es an der Havel-Kanal-Elbe Mündung nochmal auf Zander gehen. Die Stelle sieht auch vielversprechend aus.

Leider Fehlanzeige.

Also wieder ins Boot und die dritte Elbe-Buhne flussabwärts angefahren … eine Stunde Faulenzermethode …. ohne Biss und daher leider wieder keinen Zander. Irgendwo müssen die Jungs doch sein!

Wir fahren bis zur Wehrgruppe Quitzöbel und setzen unser Boot wieder in die Havel ein. Ab hier ist die Havel ein Naturparadies …. rechtsseitig über die komplette Strecke bis Havelberg unbewohnt! Wir machen einen Halt an einer idyllischen Stelle und versuchen unser Glück noch einmal auf Aal und Barsch.

Ein Satz mit x.

Die Strecke bis nach Havelberg zieht sich …. aber der Akku hält und der Außenborder bringt uns heim.
Heute landen Thüringer auf dem Grill … besser wie nix!

Tag 6 und 7:
Unermüdlich treibt es den Lehrling ans Wasser. Heute noch einmal einen halben Tag an der Havel …. wieder nur ein/zwei Bisse … vermutlich kleine Barsche.

Aber mein Zielfisch ist ja hoffentlich irgendwann mal der Zander …. also alles zusammen gepackt und noch einmal bei Ferchland an die Havel …. Essen im Storchenenst und noch einmal 2 Stunden an die Buhne.


Und siehe da …. ein Biss in der Absenkphase! Leider nicht am Haken, aber ich habe zum ersten mal ein Gefühl bekommen, wenn der Köder genommen wird!

Als dann die Elbe meinen Köder und mein Vorfach schluckt, ist es auch für mich heute Zeit, Feierabend zu machen.

Am nächsten Morgen stehe ich nochmal 2 Stunden an der Buhne …. hmm.

Es wäre auch zu schön gewesen. Der Zanderlehrling ist noch immer ohne Zander.

The Story goes on 🙂

Der zweite Leertag

Der zweite Leertag

Nach dem ersten Tag an der Elbe zieht es mich an die Havel … das Bootsangeln steht heute auf dem Lehrplan 🙂

Also in Havelberg den Camper abgestellt, das Kayak aufgebaut und die Havel flussaufwärts mit dem E-Außenborder.
Geht sich soweit gut an. Linke Angel einen gekauften fertig ausgerüsteten 20cm Barschköder an der 2.40m, 80 Gramm Rute und rechts einen mitteltief laufenden gelbgrünen Wobbler an der leichten Spinrute bis 30 Gramm.

Wieder knallt der Stern und ich rüste auf – der Sonnenschirm kommt mit. Die beiden Ruten vibrieren schön … die Köder werden präsentiert. Ab und an muss ich mal Kraut entfernen, aber es läuft. Im Schilf ein nicht so scheues Rehlein hier – Kraniche dort und auch der Kiebitz gaukelt in der Luft. Westlich von Havelberg gibt es einige Seitenärmchen, die recht naturbelassen sind. Hier dringe ich nicht zu tief ein … die Vögel sollen ungestört bleiben.

Als es anfängt zu regnen, lande ich an einem der Arme und angele am Ufer unter dem Schirm mit dem Wobbler … alles gut soweit.
Wieder an Bord habe ich einen Hänger mit dem Kunstbarsch …. ich versuche den Köder zu retten, doch alleine (ich bin Kapitän und Angler zugleich) bricht mir die Rute! Nein, das Geräusch des brechenden Karbons hat mir nicht gefallen!
Das nächste mal nehme ich meine eigentlich zu diesem Zweck gekaufte 40 Euro 200 Gramm Rute fürs Schleppangeln!

Zurück nach Havelberg mit einer Angel! Naja. Als das Boot wieder an Land ist, sortiere ich meine Ausrüstung. Wieder ein Lee(h)rtag. Aber heute ist in Wembley ja ein Spiel mit deutscher Beteiligung …. kann ja noch was werden. Am Ende war es das Ende der Ära Löw …. viele trauen vermutlich nicht!

Egal. Ich bin ja zum Angeln hier. Also mit der kleinen Rute noch mit einem Weinchen bewaffnet von der Brücke aus einige Würfe versuchen? Warum nicht. Hier konnte ich zumindest in Ruhe die Präsentation und die Köderführung verbessern.

Fazit 2. Tag:
Gute Bootstour gemacht, eine Angel weniger, schöne Natur erlebt und nette Gespräche beim Brückenangeln.
Das war es. Es grüßt mal wieder das tapfere Schneiderlein !

Nachtrag: Wie ich heute (30.6.2021) im hiesigen Angelgeschäft erfahren habe: Das Angeln vom Boot ist im Gebiet Havelberg nur ankernd erlaubt!

Der erste Lehrtag

Der erste Lehrtag

Endlich geht es los!

Ich bin am frühen Morgen mit Manfred Gorgas (Zanderfluesterer.de) verabredet.
Heute soll es hochsommerliche Temperaturen geben und der Stern gnadenlos in die Elbe-Buhnen strahlen.

Als Erstes prüfen wir meine Ausrüstung … prinzipiell habe ich scheinbar brauchbares Material dabei.
Wir nehmen meine Shimano Dualtip Reise-Spin-Rute, die zwei Längen und zwei Wurfgewichte aufweist und die 0815’er Catana Rolle mit 0,18 mm geflochtene Schnur mit.
Diverse Gummies mit verschiedenen Gewichten sind auch dabei.
Schnell eine Fluorcrabon verknotet und ab in die Buhnen.


Manfred Gorgas hat als lokaler Angelguide natürlich seine speziellen Plätze weit abseits der Zivilisation … also steige ich bei ihm ein und los gehts ….. je früher, umso besser …. es wird ein heisser Tag.

Mit Sondergenehmigung der Behörden fahren wir relativ nah an die Elbe und beangeln die ersten 4 Buhnen.
Manfred erklärt mir Anfänger die Köderführung. Wir verwenden quasi die Faulenzermethode … kombiniert mit Rutenbewegungen, um die Köder unterschiedlich zu führen.

Natürlich hatte ich mich vorher bereits informiert …. und am Vorabend an der Fähre von Ferchland ünernachtet … und bereits selbst mal versucht eine Buhne zu beangeln.

An der alten Fähre in Ferchland

Manfred zeigt mir aber wo in seinen Buhnen das Angeln seiner Erfahrung nach am meisten Bisse bringt.

Also angeln wir an der Strömungskante, in der Buhne selbst und auch am Prallhang.
Ich lerne zu spüren, wie tief das Gewässer ist, wenn der Köder aufsetzt, wie ich den Köder anhebe und die Absenkphasen kontrollieren kann.
Manfred hat auch einen Biss …. bei mir tut sich noch nix!
So langsam wird es wärmer … aber wir haben noch weitere Buhnen an der Elbe vor uns.

Am gegenüberliegenden Elbeufer versuchen wir unser nächstes Glück.
Ich tausche den Köder …. ein kleinerer Gummifisch mit nur ca. 8 Gramm soll auch mal präsenttiert werden. Allerdings spüre ich hier im Sand kein Aufsetzen …. nach wenigen Würfen werden wieder 17 Gramm angeleint. Damit komme ich beser zurecht …. aber immer noch keinen Biss.

Da klappert es bei Manfred besser. Nach kurzem Drill ziehen wir einen ca. 45 er Zander aus dem Wasser!
Die Freude ist groß …. ein schöner Fisch, den ich wieder ins Wasser setzen darf und der gesund leben und wachsen darf. Er wird nun noch mehr auf der Hut sein!

Nach insgesamt 10 Buhnen und bei 32 Grad, Schweiß und einem Fisch (ich hatte keinen einzigen Biss) geht meiner erster Lehrtag als Leertag durch!

Der Zanderlehrling mit seinem Meister Manfred Gorkas 🙂

Fazit:

Ich konnte viel lernen …. Manfred ist ein super Typ, kennt sich aus und hilft mit guten Tipps! Wir verabreden uns zu einem weiteren Guiding, wenn die Zeit es wieder zulässt. Danke für den Top-Tag …. das nächste mal bei moderaten Temperaturen.

Das war quasi mein erster Praxistag …. als Ersatz für den hessischen Praxistag zur Fischereiprüfung in Hessen … sehr lehrreich.

Der erste Angel-Trip

Der erste Angel-Trip

Vorbereitung

Nach bestandener Fischereiprüfung kann es endlich losgehen.
Als relativer Newbie plane ich erstmal bei einem Profi in die Lehre zu gehen.
Also ab ins Netz und recherchiert, an welchem Gewässer und mit welchem bekannten Zanderguide ich so sichtig durchstarte 😉

Den Zanderpapst Jörg Strehlow kannte ich bereits durch fishing-king. Allerdings ist er gerade in einer Rekonvaleszenz und macht aktuelle keine Guidings – gute Besserung Jörg!!
Dabei ist mir aber die Elbe als geeignetes Gewässer ins Auge gestochen.

Guiding / Lehrtag beim Zanderflüsterer

Und glücklicherweise bietet an der Elbe der Zanderflüsterer (Manfred Gorgas – http://www.zanderfluesterer.de) Guidings an und wir finden einen passenden Termin.

Das passt: Der Zanderlehrling lauscht dem Zanderflüsterer.

Mit Camper und rotem Gummiboot

  1. Angelsachen gekauft (Hauptsächlich Spinnruten bis 120 Gramm, Gummifische von 7 bis 20 cm)
  2. Um möglichst flexibel zu sein leihe ich mir für eine Woche einen Camper aus.
  3. Zum Schleppangeln und Erkunden wurde das Schlauch-Kayak mit E-Motor ausgestattet und angelgerecht ergänzt

Ich werde berichten, wie es mir beim Guiding erging, was ich beim Zanderflüsterer alles lernen durfte und wie das Guiding im Einzelnen abgelaufen ist, sofern Manfred Gorgas keine Einwände hat.

Bis dahin!

Der „Corona-Fischereischein“

Der „Corona-Fischereischein“

Vor Jahren bin ich mit Kumpels in Schweden zum „Angel-Urlaub“ gefahren. Außer einer Forelle haben wir vor allem mit dem Boot beim Schleppen einige wenige Hechte fangen können. Doch das Schleppangeln war mein Ding:
Das Gewässer erkunden, die Natur genießen und dabei einen Hecht zu überlisten … das passt einfach.
Seit 2019 möchte ich einen solchen Schweden-Trip im Frühjahr mal wieder organisieren. Zuerst scheiterte es an der nötigen Zeit und seit 2020 hat Corona Europa und auch Schweden fest im Griff.
Als Tourist in Schweden kann man ohne Fischereischein angeln. Es bestand bislang also kein Bedarf den deutschen „Angelschein“ zu machen. Da Schweden einen eigenen Corona-Weg gegangen ist und ich es irgendwie für unverantwortlich hielt, hier ein Risiko einzugehen oder einen irrsinnigen Aufwand zu betreiben,
wurde durch Corona der Blick auf die hiesigen Gewässer gerichtet und so war im Herbst 2020 klar: Der deutsche Fischereischein muss bei!

Der lange Weg zum Fischereischein

Wer zu Corona-Zeiten in Hessen den „Angelschein“ machen wollte, hatte ein riesen Problem: Es gab weder die erforderlichen Praxistage, noch wurden Termine zur Fischereiprüfung angeboten. Aktuell (21.6.2021) muss man wohl in Frankfurt 4 Wochen warten, um einen Termin für das Ausstellen des Fischereischeins zu erhalten.
Also erstmal den Online-Kurs bei fishing-king absolviert und dann den ersten wieder möglichen Termin zum Praxistag wahrgenommen.

Der Praxistag

war eigentlich ein Witz, aber dennoch ganz unterhaltsam.
Gelernt habe ich hier: Nix! Aber egal.
Nach einem Probetest (den übrigens nicht alle Teilnehmer bestanden haben) gab es endlich den ersehnten grünen Schein, welcher für die Prüfung notwendig ist.
Fazit: Ein bisschen Knotenkunde, ein wenig bei den Anglern vor Ort die Ausrüstung angeschaut – das war es!

Die Saarland-Express-Prüfung

ist ebenfalls ein halber Witz: Es werden exakt die 480 Fragen des Onlinekurses abgefragt. Von 60 Fragen dürfen aus beliebigen Kategorien in Summe 15 falsch beantwortet werden. Das kann man schaffen.
Wer es also schnell und einfach haben möchte, kann hier zugreifen. Prinzipiell war ich auch froh, endlich meinen Schein zu haben. Gelernt habe ich aber nur durch Eigeninitative und die komplexeren hessischen Fragen.

Fazit: Fischereischein

Der Onlinekurs von fisching-king ist nicht schlecht, zu Coronazeiten war der Praxistag keiner und die Saarlandprüfung ist was für ganz Schnelle.

Bestanden 🙂