Der „Corona-Fischereischein“

Der „Corona-Fischereischein“

Vor Jahren bin ich mit Kumpels in Schweden zum „Angel-Urlaub“ gefahren. Außer einer Forelle haben wir vor allem mit dem Boot beim Schleppen einige wenige Hechte fangen können. Doch das Schleppangeln war mein Ding:
Das Gewässer erkunden, die Natur genießen und dabei einen Hecht zu überlisten … das passt einfach.
Seit 2019 möchte ich einen solchen Schweden-Trip im Frühjahr mal wieder organisieren. Zuerst scheiterte es an der nötigen Zeit und seit 2020 hat Corona Europa und auch Schweden fest im Griff.
Als Tourist in Schweden kann man ohne Fischereischein angeln. Es bestand bislang also kein Bedarf den deutschen „Angelschein“ zu machen. Da Schweden einen eigenen Corona-Weg gegangen ist und ich es irgendwie für unverantwortlich hielt, hier ein Risiko einzugehen oder einen irrsinnigen Aufwand zu betreiben,
wurde durch Corona der Blick auf die hiesigen Gewässer gerichtet und so war im Herbst 2020 klar: Der deutsche Fischereischein muss bei!

Der lange Weg zum Fischereischein

Wer zu Corona-Zeiten in Hessen den „Angelschein“ machen wollte, hatte ein riesen Problem: Es gab weder die erforderlichen Praxistage, noch wurden Termine zur Fischereiprüfung angeboten. Aktuell (21.6.2021) muss man wohl in Frankfurt 4 Wochen warten, um einen Termin für das Ausstellen des Fischereischeins zu erhalten.
Also erstmal den Online-Kurs bei fishing-king absolviert und dann den ersten wieder möglichen Termin zum Praxistag wahrgenommen.

Der Praxistag

war eigentlich ein Witz, aber dennoch ganz unterhaltsam.
Gelernt habe ich hier: Nix! Aber egal.
Nach einem Probetest (den übrigens nicht alle Teilnehmer bestanden haben) gab es endlich den ersehnten grünen Schein, welcher für die Prüfung notwendig ist.
Fazit: Ein bisschen Knotenkunde, ein wenig bei den Anglern vor Ort die Ausrüstung angeschaut – das war es!

Die Saarland-Express-Prüfung

ist ebenfalls ein halber Witz: Es werden exakt die 480 Fragen des Onlinekurses abgefragt. Von 60 Fragen dürfen aus beliebigen Kategorien in Summe 15 falsch beantwortet werden. Das kann man schaffen.
Wer es also schnell und einfach haben möchte, kann hier zugreifen. Prinzipiell war ich auch froh, endlich meinen Schein zu haben. Gelernt habe ich aber nur durch Eigeninitative und die komplexeren hessischen Fragen.

Fazit: Fischereischein

Der Onlinekurs von fisching-king ist nicht schlecht, zu Coronazeiten war der Praxistag keiner und die Saarlandprüfung ist was für ganz Schnelle.

Bestanden 🙂

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